Wurzeln, Wege und Meer

Wurzeln. Geboren und aufgewachsen bin ich in einem beschaulichen Dorf in Niedersachsen. Als ich 11 Jahre alt war, fragte mich meine ehemalige Grundschullehrerin, ob ich ihren Zweitklässlern das Spiel auf der Blockflöte beibringen würde. So begann ich zu „unterrichten“ und habe bis zum Abitur mit einer Vielzahl von Kindern im Einzel- und Gruppenunterricht gearbeitet. Ich hatte keine Ahnung, dass es so etwas wie Didaktik gibt, sondern ging fast naiv davon aus, dass jeder dieses Instrument erlernen kann. So dachte ich mir im Laufe der Zeit immer neue Wege und Methoden aus und entdeckte, dass es für jedes Kind einen individuellen Weg zum Ziel gab. Diese wiederkehrende Herausforderung war für mich Motivation pur. Das ist bis heute so geblieben.

Motivation. Ich interessiere mich für Menschen und die Beweggründe ihres Handelns. Es sind die Menschen, die in ähnlichen Aufgabenstellungen den Unterschied machen. Neben Ausbildung und Studium habe ich in zahlreichen Jobs das Arbeitsleben aus vielen Perspektiven kennengelernt. Vom Ware packen im Lager über stundenlanges Briefe öffnen in einer Poststelle bis hin zur Abwicklung internationaler Industrie-Auktionen habe ich jede Gelegenheit genutzt, hinter die Kulissen der Arbeitswelt zu schauen. Und ich habe früh gelernt, dass Art und Rahmenbedingungen einer Tätigkeit im engen Zusammenhang mit der Haltung und dem Verhalten der Menschen stehen, die den Job machen. Diese Erfahrungen sind auch für meine heutige Tätigkeit noch wertvoll.

Wege. Meine berufliche Entwicklung war von einem einfachen Prinzip geleitet: Was macht mir Spaß? Was interessiert mich? Womit kann ich mich identifizieren? Diese Kriterien waren für mich der Schlüssel zu Motivation und Leistungsfähigkeit. Dementsprechend bewertete ich jede einzelne Berufsstation und orientierte mich von dort aus neu. Mir war immer bewusst, dass dieses Vorgehen gleichzeitig eine Entscheidung gegen vorprogrammierte Karrierewege, planbare Gehaltsentwicklungen und oft auch soziale Sicherheit war.

Anliegen. Als ganzheitlich denkender Mensch erschreckt mich die rasant zunehmende Technikgläubigkeit vieler Menschen. Gesundheits-App statt Körperwahrnehmung, digitale Information statt persönlichem Gespräch, Computerauswertung statt individueller Beratung – die Grenze zwischen Nutzen und nachteiligen Folgen sind fließend. Ich meine, dass die Entwicklung von Mensch und Technik in Balance bleiben muss. Daher ist mir die verstärkte (Zu-Tage-)Förderung unserer menschlichen Soft Skills ein ganz persönliches Anliegen. Dazu gehören vor allem unser Kommunikationsvermögen, unsere Empathiefähigkeit sowie Vertrauen auf Instinkt und Intuition.

Seelenoase. Strand und Meer. Am Meer, im Meer, auf dem Meer …   Persönlich